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Weinbau mal wo anders

Melde mich zurück aus dem Roussilion, wo ich mich der Kultur, der Sonne, dem Meer und dem Weinbau gewidmet habe. Selbiger ist dort nicht überall leicht, oft gar sehr beschwerlich, so in Banyuls sur Mer, wo auf extrem steilem Terrain aus überreifen Trauben ein recht netter Dessertwein gekeltert wird. Sieht doch mühsam aus, oder? Ob der Ausblick da ausreichend entschädigt?

Kleine Randnotiz: Laut Reiseführer hat man sich die Lese in diesen Steilhängen dadurch vereinfacht, dass man die Trauben einfach in langen Rohren gen Tal kullern ließ. Davon ist allerdings nichts mehr zu sehen.

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Burgunderpfad

Das Plenum-Nachhaltigkeitsprojekt Naturgarten Kaiserstuhl wurde erweitert und nun gehören auch die Tuniberggemeinden dazu. Das kommt noch nicht immer ganz so raus, aber es wird. Seit Christi Himmelfahrt wieder ein bisschen mehr, denn da wurde der Tuniberger „Burgunderpfad“ eingeweiht. Mit viel Prominenz und langen Reden, die glücklicherweise die Badische Zeitung recht flott für uns zusammengefasst hat.

Ich bin mit Bürgermeister Escher und ca. zwanzig weiteren Wetterfesten zur Eröffnung Richtung Gottenheim gewandert und so schlimm geregnet hat es eigentlich gar nicht. Unterwegs gabs sehr informative Geschichten zum Tuniberg und seiner Vegetation, die Ilona Walter-Netzer vorgetragen hat. Das war sehr kurzweilig, besonders aus deshalb, weil der ein oder andere Mitwanderer auch immer was beitragen konnte. Und so weiß ich jetzt ein bisschen mehr über die Geologie des Tunibergs, dass der Rhein auch schon mal rechts am Kaiserstuhl vorbei ist und deshalb zwischen Wasenweiler und Gottenheim Torfvorkommen abgebaut wurden. Der Römer fand es auch recht schön hier und mir ist nun klar, was ein Speierling ist.

Der Pfad ist überhaupt sehr interessant durch seine Tafeln (wer hat die mit aufgestellt?) zu den verschiedenen Rebsorten auf dem Tuniberg, die herrlich durch Cartoons von Peter Gaymann aufgelockert werden.

Ansonsten haben die Trachtengruppen Merdingen und Gottenheim die Veranstaltung im Zelt gleich doppelt bereichert: die einen mit Musik, die anderen mit Hefezopf und Gugelhupf der Extraklasse. Lecker.

Die Bilder:

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Eröffnung des Burgunderpfades am Tuniberg

Armes Sonnenmännchen?

Wie wichtig ist die gemeinsame Vermarktung des badischen Weines? Derzeit steht das Sonnenmännchen eher vor dem Untergang als vor einem Rekordsonnenjahr. Ist das wirklich so schlimm für die Winzer, wie das in der Badischen Zeitung berichtet wird?

Ich bin da ja blutiger Laie und kann höchstens sagen, ob mir ein Tröpfchen schmeckt. Meinungen würden mich allerdings sehr interessieren. Am plausibelsten erscheint mir derzeit die Aussage:

Im Handel gebe es gerade noch 5 große Konzerne. Dieser geballten Handelsmacht müsse eine starke Anbieterseite gegenüber stehen.

Damit wird Günter Hilmert, Vorstandsmitglied des Badischen Winzerkellers in Breisach, in der Badischen zitiert.

Die Links aus der Badischen Zeitung dazu:
>> Ist die badische Weinwerbung am Ende?
>> „Die Winzer werden die Verlierer sein“

Im zweiten Artikel nennt ein Kommentar die Discounter als die Hauptschuldigen. Läuft das hier nun ähnlich wie in der Milchwirtschaft?

Sieht gut aus in den Reben

Habe mit dem ein oder anderen Winzer geplaudert und wieder steht ein früher Herbst an. Ausreichend Wasser im Frühjahr und Frühsommer und Sonne satt in der letzten Zeit sind da wohl gute Voraussetzungen. Wollte dann aber doch mal in aller Inkompetenz selbst nachsehen und mangels wirklichem Wissen habe ich halt fotografiert. Zumindest auf den Fotos sieht das gut aus.

Triebel auf dem Tuniberg 2009

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Die Badische zum Herbst 2008

Die Badische meint: alles paletti, alle zufrieden:

Denn es wird aus dem Jahrgang 2008 zahlreiche fruchtige, sortentypische und gehaltvolle Tropfen geben. Die Qualität der Trauben ist sehr gut, die Menge hätte bei den weißen Sorten etwas größer sein können.

Na dann, freuen wir uns mal auf das, was wir nächstes Jahr ins Glas kriegen.

Schöner Spruch:

„Es ist ein Herbst zum Anbinden, Festnageln oder Festhalten, weil das Wetter so klasse und die Winzer dadurch so gelassen waren“, betont der Sprecher der Kaiserstühler Winzergenossenschaften.

=> zum Artikel

Herbst 2008: Läuft ganz gut, oder?

Den Herbst habe ich bisher sträflich vernachlässigt. Gründe: Ich sehe meine Kompetenzen eher im Verarbeiten des fertigen Produkts, sozusagen, und es mangelte an der Zeit und intaktem Fußwerk. Wie dem auch sei: Das Scheppern der Bottiche bei der WG bildet den momentan akustischen Hintergrund in Gewerbegebiet und anliegendem Gratzfeld. Man sieht größtenteils in zufriedene Gesichter und hört das auf Nachfrage auch so. Was man gestern im Rebberg zu in Haralds Bottich und am Weinstock so sah machte auch einen leckeren Eindruck.

Tuniberger Herbst 2008

Tuniberger Herbst 2008

Tuniberger Herbst 2008

Tuniberger Herbst 2008

Tuniberger Herbst 2008