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Ein Lobgesang

Es ist Freitag Abend, das Wochenende ist zu begrüßen. Der Kollege kommt und wir einigen uns auf eine schöne Flasche aus dem Reich der Franzosen. Ein Cabernet Sauvignon von einer Reife, die der Reife der Anwesenden angemessen ist. Den Kork entfernen wir mit der gebotenen Vorsicht Stück für Stück. Das tiefe Rubin im Glas und die würdevolle Viskosität des Weines berichten von der Sonne, die diese Trauben einst sahen. In der Nase dann beeindruckende Aromen eines Klowagens nach drei Tagen Weinfest ohne Zwischenreinigung. Es lebe der Schraubverschluss. Gottseidank war noch Bier da.

Wein: Der Name macht die Musik (in den Kassen)

Über zwei Artikel zum Thema Wein bin ich heute gestolpert. Schon zum Frühstück durfte ich in der Badischen Zeitung über höhere Auszahlungen des Badischen Winzerkellers lesen. Die sind zwar immer noch nicht richtig prickelnd und vielleicht ein Stück weit durch Immobilienverkäufe quer subventioniert, aber immerhin.

Später dann aber stolperte ich über einen Tweet von Spiegel online:

„Protzen Deluxe: Eine Studie zeigt, dass Weintrinker mehr bezahlen, wenn der Weinname schwer auszusprechen ist.“.

Der Tweet verlinkt einen (englischsprachigen) Bericht auf time.com über eine Studie, nach der die Leute unausprechliches Zeug besser fanden, als einfach zu Benennendes. Die Leute waren sogar bereit mehr für den vergorenen Traubensaft auszugeben. Dies gilt ganz besonders für die Leute, die sich für Experten halten! Ha!

Was lernen wir daraus? „Merdinger Bühl“ geht gar nicht. Ein neuer Namen muss her. Leute, das kann so schwer nicht sein, denn man spricht hier Alemannisch. Wer, außer eingeborenen Alemannen, kann das schon wirklich auch nur im Ansatz korrekt aussprechen? Ich habe da so meine Erfahrungen.

Deshalb her mit den Vorschlägen! Schreibt was in die Kommentare und wenn mir irgendwas in meiner stur objektiven Bewertung besonders gut gefällt, dann gibt es einen Preis und ich rede mal mit dem Berthold über eine Sonderabfüllung …