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Digitalisierung und der ländliche Raum

Vor einigen Tagen hatte ich eine Diskussion zu selbstfahrenden Fahrzeugen. Ein Freund sieht darin die Kapitulation vor der Maschine und beklagt den Verlust der Freiheit, ich kann es kaum erwarten, bis ich mich von so einem Ding durch die Landschaft kutschieren lassen kann. Autofahren macht mir eigentlich nur dann wirklich Spaß, wenn ich in den Urlaub fahre. Ein weiterer Freund sah es ähnlich wie ich und brachte noch die dadurch verbesserte Mobilität im Alter ins Spiel.

Gestern oder vorgestern dann habe ich mich mal wieder mit dem ÖPNV beschäftigt. Der ist bei uns in Merdingen nicht ganz schlecht aber weit davon entfernt gut zu sein. Mein Hauptkritikpunkt: Man kommt selbst am gar noch nicht mal so späten Abend einfach nicht mehr zurück ins Dorf. Der letzte Bus aus Freiburg kommt um neun an. Unbrauchbar für mich. Insgesamt sind Verbesserungen im ÖPNV einfach nicht erreichbar, es ist das für mich frustrierendste Thema der Kommunalpolitik.

Warum eigentlich habe ich diese beiden Geschichten nicht übereinander gebracht? Es liegt doch eigentlich auf der Hand. Frank Stauss hat mich mit seinem Beitrag drauf stoßen müssen! Er schreibt:

Man kann das jetzt so sehen: OH MEIN GOTT – ALLE BUSFAHRER VERLIEREN IHRE ARBEIT UND ALIENS ÜBERWINTERN AUSGERECHNET GERADE JETZT IN WEST VIRGINIA. Oder man kann es als eine große, unverhoffte Chance für die Mobilität im ländlichen Raum und in einer alternden Gesellschaft sehen.

Ist das nicht ein tolles Beispiel dafür, dass uns gerade im ländlichen Raum die Digitalisierung auch helfen kann? Genau in der Fläche hat der Bus seine Stärken. Das kann man mit der Schiene nicht erschließen und wenn man das hier oder da tut, dann ist es sehr, sehr teuer und dauert sehr, sehr lange. Siehe Breisgau-S-Bahn. Selbstfahrende Busse können günstig und flexibel eingesetzt werden und die Mobilität in der Fläche entscheidend verbessern.

Daran sollten wir arbeiten.

Gibt es Meinungen dazu?

Demnächst am Neugraben: Merdinger Strandcafe

Jetzt ist es raus: Nach der Ansiedlung des Supermarktes bekommt Merdingen nun auch eines dieser schicken Strandcafes, wie sie in den Großstädten dieses Landes mittlerweile Standard sind. Auch der Standort ist mittlerweile gefunden: Das Cafe kommt an den Neugraben. Bis es allerdings soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. „So schnell schafft man das nicht“ sagte dazu Bürgermeister Rupp auf Anfrage, „Dazu müssen wir einen Bebauungsplan aufstellen und umfangreiche Umweltgutachten einholen“.

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Car Sharing auch in Merdingen?

Car Sharing ist eine Idee, die sich in der Stadt schon lange durchgesetzt hat. Auf dem Land geht das noch eher schleppend. Das mag verschiedene Gründe haben, so ist es zum Beispiel auf dem Land schwer, ganz auf ein eigenes Auto zu verzichten und es gilt bei uns auch noch mehr als ein Statussymbol als in der Stadt.

Der Verein Carsharing Breisach-Ihringen e.V. bemüht sich seit über zwanzig Jahren darum, das Autoteilen auch in unserer Gegend zu etablieren. Er hat Autos in diesen beiden Orten stehen, die unterschiedlich gut genutzt werden. In Freiburg gibt es weitere Anbieter, die vielleicht auch auf dem Land aktiv werden könnten.

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Gemeinderatssitzung: Flüchtlingsunterbringung und Trinkwasserversorgung

Nächste Woche Dienstag – das ist der 23. Februar – geht es in der Gemeinderatssitzung um die Flüchtlingsunterbringung und die Zukunft unserer Wasserversorgung. Beides sehr wichtige und auch schwierige Themen.

In Sachen Flüchtlingsunterbringung beschäftigt sich der Rat mit einem Konzept zur Frage, wie wir zusammen mit dem Landratsamt bis zu 130 Menschen in Erst- und Anschlussunterkünften versorgen können. Dazu werden wird es wohl auch eine Informationsveranstaltung in Merdingen geben, die ebenfalls zu beschließen ist. Ein schwieriges Thema, das entschlossenes Handeln verlangt. Und alle Hände, die zu finden sind: Wer macht noch beim Helferkreis mit? Ich stelle gerne den Kontakt her.

Weiteres Thema, das eigentlich sogar weiter in die Zukunft wirkt: Es wird ernst mit der Umstellung der Trinkwasserversorgung auf badenova-Wasser! Die Weichen sind dazu ja bereits gestellt, jetzt geht es an die Umsetzung.

Die Tagesordnung und die Sitzungsunterlagen gibt es auf merdingen.de.