Schlagwort-Archive: alte merdinger ansichten

Merdingen "in der weiten Ebene der dunklen Pferde"

Von einem netten Fund berichtet mir Thomas. Er hat zu Hause ein Buch gefunden, dass ihn stutzig werden ließ. Was ihn da so aufgefallen ist, ist das Bild einer dekorativen kleinen Scheibe auf dem Titel. Die kennt er doch aus der Dorfgeschichte, die Hermann Brommer zur 850-Jahr-Feier des Dorfes verfasst hat.

Die Merdinger Goldscheibenfibel auf dem Titel eines Fantasybuches und in Brommers Dorfgeschichte„Die Tochter der Zauberin“ vor dem Bild der Merdinger Goldscheibenfibel in Brommers Dorfgeschichte

Die Scheibe auf dem Titel des Buches Die Tochter der Zauberin von Mary H. Herbert (Heyne, ISBN 3-453-87411-0) ist eine sogenannte „Goldscheibenfibel“, die in einem Reihengrab bei Merdingen in den Jahren 1954/55 gefunden wurde. Sie geht auf das 7. Jahrhundert zurück und wird von Brommer als Beleg für den Wohlstand der damaligen alamannischen Siedler angeführt: Granateinlagen und Gold wirken in der Tat eher nicht so ärmlich.

Die Scheibe geriet wohl eher durch Zufall auf den Titel des Fantasy-Romans, oder ist das Rheintal vielleicht doch die beschriebene Ebene der dunklen Pferde, in der ein teuflischer Priester sein Unwesen treibt und alle Zauberer der Welt auslöschen will? Dann wäre Merdingen die „sagenhafte Stadt der Zauberer“, die von Gabria und ihrer Tochter Kelene auf magischen Pferden gerettet wird. Oder so ähnlich.

Mal abgesehen davon: Wenn noch jemand eine Ausgabe der Festschrift von Brommer zu Hause hat und nicht mehr braucht: ich wäre interessiert! So sieht das aus:

Merdingen - Hermann Brommers Festschrift zur 850-Jahr-Feier

Alte Merdinger Ansichten: Langgasse im März 1931

Ein Juwel und genau die Sorte Material, die zur neuen Serie „Alte Merdinger Ansichten“ passt. Es freut mich sehr, noch am Abend zum Start der Serie schon den ersten Beitrag einstellen zu können.

'Merdingen: Die Langgasse im März 1931' von prucker, zur Verfügung gestellt von philchapes
Besten Dank an Philipp!

Solche Schneemassen gibt es selten im warmen Rheintal. Aber ganz vorbei sind die Zeiten noch nicht! Man erinnere sich an den März 2006.

Ich freue mich auf weitere Alte Merdinger Ansichten:

Alte Merdinger Ansichten gesucht

Aktion des Webjournals: Alte Merdinger Ansichten gesucht

Irgendwie begegnet es mir immer wieder, zuletzt im Abschiedsartikel des Fördervereins der Kirche St. Remigius zum Abschied von Prof. Brommer:

Denn wie sah unser Dorf damals aus? Keine Wasserversorgung, keine Kanalisation, im ganzen Dorf nur Schotterstraßen und die wirtschaftliche Grundlage war eine bescheidene Selbstversorger-Landwirtschaft.

Alte Merdinger Ansichten gesucht

So wird Merdingen in den 50ern beschrieben. Aus dieser Zeit muss es doch Bilddokumente geben. Alte vergilbte Fotos, vielleicht sogar aus der Zeit vor dem Krieg, sicher aber aus den Wirtschaftswunderjahren und später. Vielleicht auch alte Postkarten oder Plakate. Oder Gegenstände, die man fotografieren kann.

Ab und zu findet man sowas sogar schon im Webjournal. Zum Beispiel das Bild der alten Karfreitagsrätsche. Auch gab es schon einen Eintrag über die zwei Postkarten aus dem alten Merdingen auf alt-freiburg.de.

Solche Dokumente der Vergangenheit wären eine schöne Sache für dieses Webjournal und vielleicht kann auf diese Weise ja das ein oder andere erhalten bleiben.

Deshalb der Aufruf:

Bringen Sie mir alte Bilder, Plakate, Schnipsel aus Merdingen. Erzählen Sie mir die Geschichte dazu. Ich werde diese Materialien einscannen oder abfotografieren und veröffentlichen. Gerne auch Fotos von alten Gegenständen (Werkzeugen, Küchengeräten, sonstige Utensilien). Ich komme auch zum Fotografieren vorbei. Daraus bauen wir dann alle zusammen ein kleines bisschen von Alt-Merdingen nach. Vielleicht nur einzelne Schnipsel, aber immerhin.