Lyrisches am/vom Tuniberg

Da ich vor nicht allzu langer Zeit etwas Pech mit einem Kunstbeitrag (räusper) hatte, vesuche ich das gleich nochmal und dieses Mal ganz brav. Wird aber dann vermutlich nicht so viele Reaktionen erzeugen.

Zwei Gedichte vom Merdinger Schmiedemeister Friedrich Bärmann:

Dazu schreibt Michael Bärmann:

„Die Vorzüge des Tuniberg’s (sic!)“ lautet der Titel eines insgesamt 14 Strophen umfassenden Gedichts, das der Merdinger Schmiedemeister Friedrich Bärmann („Schmied-Frieder“), der 1825 geboren wurde und 1874 das Zeitliche segnete, einst zu Papier brachte. Wann genau das Opus entstand, vermag ich leider nicht zu sagen, mir scheint ein Terminus ante quem 1871 jedoch sehr wahrscheinlich, da in Strophe 11 „das leider jetzt verlorne Land“ im Westen erwähnt wird, was ich auf das Elsass beziehen würde. (1871, nach dem Krieg gegen Frankreich, wurde das Elsass dann mit einem Teil Lothringens zum „Reichsland Elsass-Lothringen“ fusioniert.) – Das hier wiedergegebene Blatt stammt übrigens wiederum aus der reichhaltigen Materialsammlung von Franz Selinger. Übrigens: Die scheinbare Altertümlichkeit der Schrift täuscht: Links unten ist „1984“ als Jahr der Niederschrift/Abschrift erkennbar.

Auch dazu ein Kommentar von Michael Bärmann:

Ein weiteres Gedicht aus der besagten Sammlung. Im vorliegenden Fall ist der Entstehungskontext völlig klar. – Brommer erwähnt übrigens in seiner 1989 im Druck erschienenen Ortschronik „Merdingen. Rebdorf am Tuniberg reich an Geschichte und Kunst…“ (S. 51) auch einen „Freiheitsbaum“, den französische Revolutionstruppen 1796/97 in Merdingen pflanzten. – – Ich frage mich nun, ob die „Friedenslinde“ des Jahres 1871, die ja eher eine „Siegeslinde“ war, heute noch steht, wobei ich für den Freiheitsbaum der Franzosen ungleich mehr Sympathien hege. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer!

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