Genre? Sock’n’Roll.

Die Überschrift zeigt es schon, unser Dorfbarde Mike Schaefer ist gar nicht so einfach einzuordnen. Das war bei seiner ersten CD schon so und genauso ist es jetzt bei seiner neuen CD und das hat man auch bei der CD-Release-Party gemerkt. Da hat er die Songs der neuen CD vorgestellt. Da ja fast alles von ihm selbst eingespielt wurde, kam die Musik „vom Band“ (heute Klapprechner) und Mike hat den ein oder anderen Part übernommen. Erst bei der wohl verdienten Zugabe gab es Unterstützung von Sandra Schätzle an der Trompete. Sie wollt dann ja scho au debii sii.

Mutige Setlist: Seine zwei Tophits Aldi Schtrooß (hat nix mit Discountern zu tun) und Debii sii (braucht zwingend vier i) brachen das nicht vorhandene Eis zum reichlich anwesenden Publikum (full house) und dann konnte es langsamer und bisweilen meditativ weitergehen (dieser Satz hat zu viel Klammern). Painting a Sunrise und Am Fenster sind so meditative Nummern, Secret Love Ocean, der Titelsong ein klassisches Liebeslied und Tears versinkt titel- und damit pflichtgemäß im Weltschmerz. Beide Nummern profitieren von Gabis Backgroundvocals und Sandra Schätzles Trompete tut jedem Song gut.

Dann war aber auch gut mit den langsamen Nummern. Hohlweg in’d Höll, dem fälschlicherweise australische Wurzeln zugeordnet werden, thematisiert eine brutalere Episode der Merdinger Weltgeschichte, die einen erschlagenen Abt zurückgelassen hat. Das wütend verzweifelte Killing Noah thematisiert den Waffenwahn der Vereinigten Staaten und die Zwischenfrage steht einerseits in der guten Tradition der Protestlieder der Umweltaktivisten, kommt aber als wütender Rap daher. Da schimpfen dann auch mal die Töchter mit.

Der Ausklang kam dann wieder langsamer daher. Den Bach runter ging so manche Kleinigkeit in Down the Drain, aber nach einem erfrischenden Afternoon Dive findet er sich schnell wieder wohl – because he Found an New Skin.

Alles wird also gut und alles war gut. Donnernder Applaus für den Dorfbarden und natürlich musste es Zugaben geben. Da kam dann auch Sandra ins Spiel und es gab nochmal eine ausführliche Version von Debii Sii mit Originaltrompete und schließlich auch noch ein bisschen Südstaatenbashing mit aktuellem Bezug.

Mir sin debii gsi und schee wars!

Ach ja! Wo kommt nun die Überschrift her? Nicht von mir, die kommt von Bernd Trilling und wer die Fotos anschaut, der kann vielleicht erraten, wie der darauf kam.

Was jetzt? CD kaufen, was sonst?

11 Gedanken zu „Genre? Sock’n’Roll.

  1. Weißt, wer was hat? Der Fabian (Franke), Sohn von Michaela Franke(-Keller), Enkel von Erich dem Engel-/Kellerwirt & eifriger TABLET-BENUTZER! Der hat acht Clips! Die reiß ich mir unter den Nagel! (Sätze können nicht zu viele Parenthesen haben.) (Das ist amtlich, seit es Jerome David Salinger ((in „Seymour: An Introduction“)) so dekretiert hat!)

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