Szenen aus dem 1. Weltkrieg

Die Überschrift klingt natürlich erstmal wenig erfreulich und doch ist es eine sehr nette kleine Anekdote aus dem Jahre 1918, die ich heute präsentieren darf. Wie überall, so waren wohl auch hier Soldaten stationiert und wurden in der Nachrichtenvermittlung ausgebildet. War damals bestimmt noch nicht so einfach. Einer dieser Soldaten war Dieter Finzen aus der Lübecker Gegend. Es hatte ihn bis zum Februar 1918 schon ordentlich quer durch Europa verschlagen, bevor er nun im letzten Kriegsjahr für einige Zeit ins Breisgau kam.

Dieter Finzen hat Tagebuch geführt. Und dieses Tagebuch wird nun quasi um gut 90 Jahre zeitversetzt als Blog veröffentlicht. Der Bloggerpate aus der Jetztzeit hat mich auf den bevorstehenden „Merdingeneintrag“ hingewiesen. Wir lernen (was wir schon wußten):

Merdingen ist ein nettes Dörfchen mit noch netteren jungen Mädchen.

Dieter ging es also ganz gut im Derfli. Da sind wir schon mal beruhigt und verzeihen dem jungen Burschen den „Fuße des Kaiserstuhls“ großzügig.

Ich habe Dieters Blogpaten nach seiner Motivation für diese Veröffentlichung gefragt und eine erstaunliche Antwort erhalten:

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren privat mit der deutschen Geschichte und insbesondere mit der Militärgeschichte des 1. Weltkriegs. Als mir dann vor einigen Jahren dieses Tagebuch angeboten wurde, erwuchs letztlich die Idee zu diesem Blog. Neben einer Geschichtsdarstellung aus der Sicht eines einzelnen Betroffenen, möchte ich eine „Brücke“ in die heutige Zeit schlagen und herausfinden, was aus dem Leben eines einzelnen und genau genommenen historisch nicht relevanten Menschen in der heutigen Zeit noch auffindbar ist. Aus diesem Grunde versuche ich auch die vier Personen aus Merdingen zu finden.

Oder halt Spuren, die Dieter Finzen im Dorf hinterlassen hat. Ich bin da skeptisch, es ist ja schon sehr lange her. Aber man weiß ja nie und ich gebe das deshalb gerne weiter. Vielleicht lernen wir wenigstens, was es mit den Pfänderspielen so auf sich hatte.

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